Brokkoli ist eine Unterart
des Blumenkohl und stammt aus Italien. Lange Zeit rühmte
man das Gemüse in erster Linie wegen seines hohen Gehalts
an Vitamin C. Mit 115 Milligramm Vitamin C je 100 Gramm
Brokkoli übertrifft es sogar die Kiwis (71 mg/100g).
Mehr Vitamin C haben nur schwarze Johannisbeeren (177 mg/100g)
und der Spitzenreiter Sanddorn (450 mg/100g). Da Brokkoli
- obwohl es möglich ist - nicht roh gegessen wird,
geht ein Großteil des hitzeempfindlichen Vitamins
bei der Zubereitung verloren.
Brokkoli liefert außerdem B-Vitamine (wichtig für
Vegetarier), Kalzium (für die Knochendichte), Chrom
(zehnmal soviel wie andere Gemüse, schützt vor
Diabetes) und pflanzliches Eiweiß. In 200 Gramm Brokkoli
stecken soviel Eiweiße wie in einem Hühnerei.
Noch wichtiger aber sind seine Antioxidantien (Glukosinolate,
Chlorophyll, Carotinoide). Das sind Stoffe, die zellzerstörende
freie Radikale abwehren und sogar vorhandene Zellschäden
wieder reparieren. Studien konnten zeigen, daß Brokkoli
vor Blasen-, Brust- und Darmkrebs schützt.
Darüber hinaus liefert das Wundergemüse noch
zwei spezielle Wirkungen, in denen es vergleichbare Arzneien
sogar übertreffen kann - ganz ohne Nebenwirkungen.
Diätmittel. 100 Gramm Brokkoli enthalten gerade mal
25 Kalorien. Mit einer Brokkolimahlzeit - zum Beispiel einem
Brokkoliauflauf aus 300 Gramm Brokkoli - können Sie
satt werden, ohne mehr Energie zu sich zu nehmen als in
einer Vierteltafel Schokolade stecken. Und die meisten Kalorien
stecken da in dem Reibekäse, den Sie über Ihren
Auflauf streuen. Sättigen ohne zuzunehmen - Brokkoli
ist in dieser Hinsicht gesünder und effektiver als
die teuren Appetitzügler und Pulverdiäten aus
Reformhäusern und Apotheken.
Magenheilmittel. Die Hälfte der Menschheit ist mit
dem Bakterium Helicobakter pylori infiziert. In den meisten
Fällen leben Menschen und Einzeller in friedlicher
Symbiose. Jedoch bei schwacher Immunabwehr und ungesunder
Ernährung kann das Bakterium Magengeschwüre und
-krebs auslösen. Französische und amerikanische
Forder fanden jetzt heraus, daß Brokkoli eine Substanz
namens Sulforaphan enthält, die den Krankheitskeim
besser bekämpft als herkömmliche Antibiotika.
Diese erreichen meist nur die Bakterien, die im Magensaft
leben. Keime, die sich in der Magenschleimhaut verstecken,
können überleben. Die Wirkstoffe des Brokkoli
erreichen auch die verborgenen Keime.
Unser Tip: Setzen Sie einmal pro Woche einen Brokkoliauflauf
auf Ihren Speiseplan. Die Zubereitung ist denkbar einfach.
Sie kaufen eine Tüte "Fix für Brokkoli-Gratin",
die verschiedene Hersteller anbieten und bereiten 300 Gramm
Brokkoli nach dem Rezept auf der Tüte zu. Sie brauchen
etwa zehn Minuten für die Vorbereitung und 20 Minuten,
um den Auflauf im Herd zu garen. Wenn Ihnen Brokkoli pur
zu langweilig erscheint, bereiten Sie ihn auf einer Schicht
Spaghetti, die freilich die Kalorienmenge erhöhen.
Verwenden Sie nur die grünen Röschen. Die Stielanteile
sind zwar auch genießbar, enthalten jedoch Substanzen,
die (ähnlich wie bei anderen Kohlsorten) einige Stunden
nach dem Essen Blähungen auslösen. Da Brokkoli
schnell welk wird: möglichst am selben Tag kaufen und
verzehren. Eine gute Alternative bietet Brokkoli aus der
Tiefkühltruhe.
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