Immer einen kompetenten Eindruck machen,
wer möchte das nicht? Es ist nicht schwer vorausgesetzt,
Sie sind bereit, Ihr Auftreten bewußt zu kontrollieren, bis Ihnen
die Regeln, die wir Ihnen im folgenden vorstellen, in Fleisch und Blut
übergegangen sind
Körpersprache. Aufrechte Haltung
im wörtlichen Sinne, Blickkontakt und öfter mal ein Lächeln
kennzeichnen selbstischere Menschen. Sie können es selbst ausprobieren:
wenn Sie sich unsicher fühlen, fällt es äußerst
schwer, einem anderen mehrere Sekunden hintereinander in die Augen zu
blicken. Aber das läßt sich üben. Suchen Sie in Zukunft
öfter Blickkontakt, ohne ihr Gegenüber ununterbrochen anzustarren.
Verleihen Sie Ihren Worten durch unterstreichende Gesten und ein lebhaftes
Minenspiel Nachdruck. Mehr zu Körpersprache
(unsere drei Beiträge aus
Zeichen der Persönlichkeit) hier.
Stimme. Die meisten Menschen verraten
ihre Unsicherheit durch zu schnelles Sprechen in einer relativ hohen
Stimmlage. Weniger ist mehr! Selbstsichere haben es nicht nötig,
Ihr Gegenüber mit einer Flut von Argumenten zuzuschütten.
Sprechen Sie in Zukunft absichtlich langsamer als sonst überlegt
und bedächtig. Dadurch wirken Ihre Worte automatisch gewichtiger.
Zeigen Sie niemals Eile beim Argumentieren. Mehr
über Stimme (aus Zeichen
der Persönlichkeit) hier.
Überlegt sprechen. Platzen Sie
nie mehr mit den Gedanken heraus, die Ihnen gerade auf die Zunge rutschen!
Wenn Sie sich zwei, drei Sekunden Zeit lassen, bevor Sie anfangen zu
sprechen, strahlen Sie innere Ruhe und seelische Stabilität aus.
Nutzen Sie diese Zeitspanne zu überlegen, was Ihr Kernargument
ist. Sprechen Sie es aus und verzichten Sie auf weitschweifige Erläuterungen.
Je mehr Sie begründen, desto mehr scheint es, daß Ihr Argument
für sich allein nicht bestehen kann. Geben Sie (kurze) Begründungen
möglichst nur dann, wenn Sie danach gefragt werden oder das Gesicht
Ihres Gegenüber Skepsis ausdrückt.
Fragen statt argumentieren. Eine
Basisregel erfolgreicher Gesprächsführung! Argumente überzeugen
nur selten. Meist lösen sie einen Wettstreit aus, wer am Ende durch
die stärkeren Argumente den Wortwettstreit gewinnt. Wenn Sie dagegen
Fragen stellen (Warum siehst du das so?) zeigen Sie Interesse
am anderen. Dadurch gewinnen Sie zwei Vorteile. Sie erfahren mehr über
die Gründe, wie Ihr Gegenüber zu seinen Ansichten gekommen
ist. Und durch Ihr Interesse schmeicheln Sie seinem Ego was ihn
geneigter macht, im Gegenzug Ihren Ansichten mit größerer
Aufgeschlossenheit zu begegnen. Wer nach Ansichten anderer fragt, ohne
die eigenen ausbreiten zu müssen, wirkt selbstsicher.
Sich selbst einbringen. Redewendungen
wie Aus meiner Erfahrung im Bereich ... weiß ich oder
infolge meiner Beschäftigung mit ... bin ich überzeugt,
daß beeindrucken, weil Sie damit Ihren Aussagen persönliches
Gewicht verleihen. Äußern Sie offen Ihre persönlichen
Überzeugungen, indem Sie sie niemals hinter unbestimmt-allgemeinen
Wendungen wie man sollte, jeder weiß doch, daß
oder niemand glaubt ernsthaft verstecken.
Fehlerfreundlich, aber nicht unterwürfig.
Wenn Ihnen ein Fehler unterlaufen ist, beschönigen Sie nichts,
sondern geben Sie ihn zu. Nur innerlich unsichere Leute versuchen so
zu tun, als sei nichts geschehen oder bemühen sich (vergeblich)
unsinnige Handlungen im Nachhinein zu rechtfertigen. Aber lassen Sie
es mit einer kurzen Entschuldigung genug sein. Viel besser als Asche-aufs-Haupt-streuen
sind (Besserungs-) Versprechen für die Zukunft: Ich werde
von nun an ...
Vergangenes ruhen lassen. Sie wollten etwas durchsetzen, wurden
aber überstimmt? Nehmen Sie es als vollendete Tatsache. Nie mehr:
Wenn ihr damals auf mich gehört hättet oder ich
habe damals schon gesagt. Tragen Sie Niederlagen mit Fassung.
Gewinnertypen versuchen nicht, den Status quo nachträglich umzustoßen,
sondern kümmern sich vielmehr darum, bei der nächsten anstehenden
Entscheidung besser abzuschneiden.