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100 Jahre Teddybär
Warum das Kuscheltier so beliebt ist

Ausgabe November 2002 /5. Jahrgang

 

Er kuschelt gern und guckt so lieb mit seinen Knopfaugen, daß nicht nur Kinderherzen höher schlagen – der Teddybär. Am 26. Oktober feiert er seinen 100. Geburtstag. Anlaß für EGO-Net, einmal zu fragen, welche menschlichen Bedürfnisse das kleine Plüschtier so überaus erfolgreich befriedigt.

 

Als Mediziner einen Zusammenhang zwischen Bräunen und Anstieg der Hautkrebsrate nachwiesen, war es vorbei mit dem unbeschwerten Aalen im Sonnenlicht. Dabei hieß es einst, ohne Sonne kein Vitamin D und ohne Vitamin D keine festen Knochen und kein starkes Immunsystem! Aber in letzter Zeit bringen neue Untersuchungen die Warnungen ins Wanken.


Der amerikanische Forscher William Grant analysierte Krebsstatistiken aus den Jahren 1970 bis 1994 und stellte fest, daß 3000 US-Bürger zusätzlich an Hautkrebs sterben würden, wenn in allen Bundesstaaten die Sonne so stark brennen würde wie in Kalifornien. Aber – und das ist die große Überraschung – zugleich würden 30 000 Menschen am Leben bleiben, die heute an anderen Krebsarten sterben. Anders ausgedrückt: Für ein zusätzliches Hautkrebsopfer werden zehn andere Krebskranke gerettet.


Besonders wirkungsvoll schützt Sonnenlicht vor Brustkrebs. Mangel an Sonnenlicht ist laut William Grant an jeder vierten Brustkrebserkrankung schuld. (Andere Faktoren sind starker Fleischkonsum und zuviel Alkohol.)


Damit ist bestätigt sich, was wir schon lange wissen. Am gesündesten ist die Balance. Schon bei kleinen Kindern. Wer als Kind zuviel Sonne abbekam, hat ein höheres Hautkrebsrisiko, wer von den Eltern vor jedem Sonnenstrahl geschützt wurde, auch. Der Hautbräunungsmechanismus zeigt, daß wir von der Evolution auf Anpassung an ein mäßiges Sonnenquantum eingerichtet sind.


Wollen Sie mehr Gesundheit als Hautschäden aus dem Sonnenlicht ziehen? Mit folgenden Regeln sind Sie auf der sicheren Seite:


Gewöhnung. Nutzen Sie kurze Freizeitspannen an Sonnentagen im Frühling, um ihre Haut an das Sonnenlicht zu gewöhnen. Und wenn es nur zehn Minuten sind. Auch wenn der Effekt zunächst kaum zu sehen ist. – der Gewinn wird nach dem ersten längeren Sonnentag am Strand sichtbar, weil sie länger in der Sonne bleiben können ohne sich zu verbrennen. Verlegen Sie Ihre ersten längeren Sonnenbäder in die Morgen- und Abendstunden, auch da bräunt die Sonne, aber schonend. Vorbräunen im Sonnenstudio hilft kaum. Die Röhren geben hauptsächlich das schädliche UV-A-Licht ab, das schnell, aber leider nicht lang anhaltend bräunt. Eine Gewöhnung an das UV-B-Licht der Sonne erfolgt nicht. Auch Selbstbräuner sind keine Alternative. Ihr Hautfärbemechanismus beruht auf einer Zuckerverbindung – keine „echte“ Bräune. Es werden keine Hautpigmente wie beim Sonnenlicht erzeugt. Folglich schützt ihre Bräune auch nicht vor Sonnenbrand.


Sonnenschutz. Cremes mit Lichtschutzfaktor 30 blocken knapp 97 Prozent der Strahlen ab. Theoretisch. In der Praxis ist der Schutz durch Schwitzen, Reibung und Aufenthalten im Wasser deutlich geringer. Nach 20 Minuten Aufenthalt im Wasser geht etwa ein Viertel des Sonnenschutzes einer wasserfesten Creme verloren. Der Lichtschutzfaktor kommt auch nur dann voll zum Tragen, wenn Sie für eine Ganzkörpereincremung ein Sechstel einer 250-ml-Packung verbrauchen. Es ist daher sinnvoll, entweder einen höheren Lichtschutzfaktor zu verwenden – dann können Sie entsprechend sparsamer mit der Creme umgehen – oder sich kürzere Zeit in der Sonne aufzuhalten. Übrigens: die Regel, sich 30 Minuten vorher einzucremen, gilt nicht mehr generell. Nur die klassischen chemischen Sonnenfilter brauchen diese Zeit, bevor sie ihre Wirksamkeit entfalten. Einige Firmen bieten inzwischen physikalische Filter an – Mikropigmente, die sofort nach dem Auftragen Sonnenstrahlen reflektieren. Hier gilt besonders: Wirkung nur nach dickem Auftragen. Neue Produkte enthalten oft einen Mix aus beiden Filtern.


Langsame Bräune. Je schneller Ihre Haut braun wird, desto schneller verblaßt der Effekt auch wieder. Verhindern Lichtschutzfaktoren eigentlich die Hautbräunung? Werde ich mit Lichtschutzfaktor 18 nur 18 mal langsamer braun? Keineswegs. Lediglich in den ersten Tagen geht es etwas langsamer, weil die sonnenbrandgefährdete obersten Hautschicht durch die Creme unempfindlicher wird. Ab viertem bis fünftem Tag – sobald sich ein Grundstock an Tiefenbräunung aufgebaut hat – geht es mit Sonnencreme ebenso schnell wie ohne. Und die Bräune hält länger.


Wasser, Früchte und Möhren. Wer ab drei Wochen vor dem Sonnenbräunen täglich gedünstete Möhren zu sich nimmt, versorgt sich ausreichend mit Beta-Carotin, woraus die Haut ihre Pigmente aufbaut. Sobald Sie mit dem Sonnenbaden beginnen, brauchen Sie Früchte, die reichlich Antioxidantien enthalten, vor allem Vitamin C. Sie fangen die freien Radikale ab, die bei starker Sonneneinstrahlung die Haut altern lassen. Viel Wasser (mindestens zwei Liter täglich) wirkt der Austrocknung der Haut entgegen. Starkes Sonnenbaden vermehrt die Faltenbildung. Diese ist – wie Forscher erst kürzlich herausfanden – jedoch ein natürlicher Schutz vor der häufigsten Hautkrebsform, dem Basalzellkarzinom. Menschen mit vielen Falten erkranken um 90 Prozent seltener. Das fanden Forscher der Universität Manchester heraus.

 

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