Drei Ernährungssünden
führen zu Übergewicht:
Unkontrolliertes Naschen an langen Fernsehabenden
Fertigprodukte mit hoher Energiedichte
Wechsel von Diäten und Jojo-Effekt als Folge übertriebener
Schlankheitsideale.
Doch Fett allein macht nicht fett. Erst die Kombination
mit Bewegungsmangel und energiereicher Nahrung mit viel
freiem Zucker veranlaßt den Körper, dicke Fettpolster
zu bilden. 60 bis 80 Gramm Fett benötigen wir pro Tag
um
Hormone und Gallensalze zu bilden
Haut und innere Organe auszupolstern und mit einer Schutzschicht
zu versorgen
um die Vitamine A, D, E und K zu den Zellen zu transportieren
- ohne Fett wären wir nachtblind, krebsanfällig
und litten unter brüchigen Knochen.
60 Gramm Fett pro Tag entspräche 420 Kalorien. Den
übrigen Energiebedarf - bis 1500 Kalorien bei sitzender
Tätigkeit, bis 3000 Kalorien bei körperlich Arbeitenden
und Sportlern - decken schlanke Menschen aus Kohlenhydraten:
Kartoffeln, Nudeln, Reis, Vollkornbrot ... Wer außerdem
viel Eiweiß ißt (Fisch, mageres Fleisch, Milchprodukte
Hülsenfrüchte), dürfte keine Gewichtsprobleme
kennen.
Die Statistik verrät: im Schnitt nehmen wir pro Tag
200 Gramm Fett zu uns. Das ergibt knapp 1000 zusätzliche
Fettkalorien. Da kommt in einer Woche ein Kilo Fett zusammen,
das der Körper nicht für seine Energiegewinnung
benötigt und deshalb für schlechte Zeiten vorsorglich
auf Bauch und Hüften ablagert.
Hoffnungslos? Durchaus nicht. Die Münchener Autorin
Marion Grillparzer verrät in Ihrem Erfolgsbuch Fatburner.
So einfach schmilzt das Fett weg Auswege aus dem Teufelskreis.
Beginnen wir mit einer simplen Überlegung: Wenn wir
genetisch programmiert sind, Fettreserven anzusammeln, müssen
wir auch über Mechanismen verfügen, diese Reserven
wieder abzubauen und zu nutzen - sonst wäre diese Vorratsbeschaffung
unserer Fettzellen ja nutzlos. Hungern allein hilft nicht.
Das beweisen die zu 95 Prozent erfolglosen Diäten.
Der Körper schaltet auf sein Notsparprogramm, drosselt
seinen Energieverbrauch und sammelt aufgrund der Hungererfahrung
noch mehr Fettpolster an, sobald die Nahrungszufuhr wieder
steigt. Selbst nach mehrtätigem Fasten erreicht der
Körper nach kurzer Zeit wieder sein Ausgangsgewicht.
Verringern Sie Ihre Fettzufuhr auf unter 100 Gramm pro
Tag. Versuchen Sie aber nicht, Fett gänzlich zu vermeiden.
Das würde nur dazu führen, daß der Körper
lernt, das wenige Restfett der Nahrung noch effektiver herauszulösen.
Heizen Sie statt dessen Ihre körpereigene Fettverbrennung.
an:
Verringern Sie den Anteil von Fertignahrung an Ihrem Essen.
Wir sind genetisch auf Naturnahrung programmiert. Industriell
verarbeitete Nahrung liefert mit jedem Gramm mehr Energie
und Fett, als unsere Verdauung erwartet. 100
Gramm Pellkartoffeln enthalten nur 0,3 Gramm Fett, Kartoffelchips
aber 40 Gramm. Das ergibt einen Unterschied von fast 500
Kalorien!
Meiden Sie Kombinationen von Fett und Kohlenhydraten (Zucker,
Stärke). Die Kohlenhydrate liefern allein schon so
viel Energie, daß der Körper das beigefügte
Fett komplett abspeichern kann. Essen Sie entweder nur Kohlenhydrate
oder nur Fett - in Kombination mit Gemüse und Eiweiß.
Achtung: Eiweiß pur, wie in manchen Diäten empfohlen,
ist schädlich! Das löst eine Entwässerung
des Körpers aus, ohne die Fettreserven anzugreifen.
Je flüssiger ein Fett, desto besser. Olivenöl
mit viel Vitamin E ist das Geheimnis der gesunden Mittelmeerküche.
Butter, Sahne und Margarine (pur oder versteckt in Gebäck)
sind hauptverantwortlich für die hohen Anteile schädlichen
Cholesterins im Blut der Mitteleuropäer.
Viele Obst- und Gemüsesorten, aber auch Milchprodukte
und Fisch fördern die Fettverbrennung. Sie enthalten
neben Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen
sogar Fette, die den Abbau von Fettreserven fördern.
Besonders zu empfehlen: Äpfel, Beeren, Aprikosen, Papaya,
Ananas, alle Kohlsorten, Kräuter und Seefisch wegen
des hohen Jodgehalts.
Der wichtigste Fatburner ist Bewegung. Ob Joggen, Radfahren,
Inline-Skaten: gemächliche Bewegung im Trabtempo, die
nur leichtes Schwitzen auslöst, verbrennt Fett. Schnelle
Bewegung, die uns außer Atem bringt, verbrennt die
kurzfristigen Zuckerspeicher in den Muskeln und läßt
die Fettpolster unangetastet.
Literatur:
Marion
Grillparzer: Fatburner. So einfach schmilzt das Fett weg.
Gräfe und Unzer, München 1999.
Marion
Grillparzer, Martina Kittler: Fatburner. Rezepte. Gräfe
und Unzer, München 2000.